Chorleiterinnen & Chorleiter

1971 – 1975 Ludwig Fuchsberger
1975 – 1977 Sepp Scheibner
1977 – 1992 Burgi Eidenhammer
1992 – 2004 Elisabeth Maier/Wimberger
2004 – 2006 Rosi Moser/Taferner
2006 – 2010 Elisabeth Maier/Wimberger
2010 – 2012 Dieter Cyran
2012 – heute Erwin Wieser

Gedanken der Chorleiterinnen & Chorleiter

Ludwig Fuchsberger, damals Lehrer an der Volksschule Rauris, übernahm 1971 den bis dahin von OSR Marianne Stüber geleiteten Kirchenchor. Die Mitglieder des Kirchenchores gingen mit der Veränderung des Liedgutes des neuen Chorleiters nicht ganz konform, infolgedessen hat dieser neue Sängerinnen und Sänger engagiert, was eine Verjüngung des Chores mit sich brachte.

1. Warum ich den Chor übernommen habe

Ich komme aus einer Familie mit neun Kindern in der viel miteinander gesungen und musiziert wurde. Von Klein auf faszinierte mich die Musik in all ihren Ausprägungen und diese klingende Leidenschaft ist bis heute ungebrochen.

Die Volksschule in Rauris war mein 1. Dienstort (1970). Meinem damaligen Chef, Herrn OSR Ferdl Schönleitner, der in der Musikkapelle die Posaune blies und auch am Kirchenchor unter der Leitung von Frau SR Marianne Stüber sang, blieb meine Liebe zur Musik nicht verborgen. Da Frau Stüber bereits über 70 Jahre alt war, ersuchten mich mein Chef und Herr Pfarrer Franz Stanglmeier die Leitung zu übernehmen.
Ich konnte auf einen reichlich vorhandenen Liedschatz aufbauen und wurde positiv aufgenommen. Mein Anliegen war die Liturgie den Wünschen des 2. Vatikanischen Konzils anzupassen und mehr deutschsprachiges Liedgut zu forcieren, was nicht von allen langjährigen Chormitgliedern goutiert wurde. Aber es gab auch viel Zustimmung, jüngere Sängerinnen und Sänger kamen dazu und nicht nur der Organist und Kapellmeister „Steffei“ Reiter freute sich über neue, alte geistliche Lieder wie weltliche Chormusik und Volkslieder. Große Unterstützung in Form von Notenmaterial, etc. erhielt ich von meinem Bruder, Pater Martin MSC (1944 -1998), der zu der Zeit in Innsbruck Theologie und Kirchenmusik studierte und damals schon als eine Koryphäe in der Kirchenmusik galt.

2. Was mich in diesen Jahren bewegt hat.

Die Arbeit ließ nicht lange auf sich warten und wir gestalteten die Feste und Feiern im Jahres- und Lebenskreis der Menschen. Bald wurden wir für Hochzeiten eingeladen und Begräbnisse singen war uns ein großes Anliegen. An ein Adventsingen in der Kirche wagten wir uns auch heran.

Bewegend war für mich auch das erste Anklöckeln 1970. Den Brauch kannte ich von meiner Heimat Koppl, die Lieder von Rauris großteils nicht. Die Dramaturgie des Liedes „Hiatz tuat´s auf oamal brinna…“ wie die Männer das darstellten, erschreckte mich beim ersten Mal, besser – imponierte mich ungemein.

Ich erlebte und erlebe noch immer bei Chören in denen ich singe, viel Empathie, d.h. einander verstehn wollen, sich was zutrauen, zumuten, Spannungen, Unvollkommenheiten aushalten, miteinander im Jahreskreis viel geben, Resonanz bekommen… Diese Arbeit ist nicht Beiwerk, sondern mitverantwortliche Trägerschaft von Liturgie, ist Gemeinschaft, ist Kirche ! (nach Kardinal Kurt Koch, Rom).
Gilt auch, wenn der Name zufolge der notwendig stärkeren Präsenz in der Öffentlichkeit nicht mehr explizit Kirchenchor lautet.

Ich wünsche euch zum 45-jährigen „Juhubiläum“, dass noch lange euer Klang über Berg und Tal geht, ihr weiterhin gegen den Strom des „Keine Zeit Habens“, gegen Entfremdung ansingt und anspielt mit eurem Chorleiter Hr. Erwin Wieser, mit der Organistin Fr. Birgit Resch und anderen Instrumentalisten,
auf dass ihr viel Zeit gewinnt für gemeinsame Freude und Fülle des Lebens!
Ich freue mich sehr, dass einige der Chormitglieder von damals heute noch im Chor aktiv sind.

– Ludwig Fuchsberger


– Chorgemeinschaft Rauris, ca. 1985

Mit seiner Versetzung in den Flachgau hat Ludwig Fuchsberger 1975 die Leitung des Chores an den HS Lehrer und Kapellmeister Sepp Scheibner übergeben, welcher diese bis 1977 innehatte und dann, bedingt durch die Doppelbelastung, an Burgi Eidenhammer weitergab. Unter ihrer Leitung hat der Chor nicht nur die Gottesdienstgestaltung in der Pfarrkirche Rauris, sondern auch verschiedene Konzerte veranstaltet, aus dem bisherigen Kirchenchor wurde nun die Chorgemeinschaft Rauris.

1992 übergab Burgi Eidenhammer die Leitung an Elisabeth Maier / Wimberger, welche diese bis 2004 innehatte.

„Singen ist Balsam für die Seele“
„Jeder Ton Therapie“.
Diese und weitere Feststellungen von Chormitgliedern drücken das aus, was uns verbindet:

die Liebe zur Musik.

Doch ist da auch noch etwas Anderes, Besonderes: der unglaublich große Zusammenhalt in der Gruppe. Das Füreinander, wann immer es nötig ist. Man fühlt sich getragen, nicht nur von der Musik, sondern auch vom selbstverständlichen „da sein“ von Einzelnen oder der ganzen Gemeinschaft.
Diese Erfahrungen durfte ich in den 16 Jahren als Leiterin der Chorgemeinschaft Rauris und auch über diese Zeit hinaus immer wieder machen.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Auch sind die diversen musikalischen Auftritte, im Besonderen die Konzerte mit unserem Partnerchor samt Orchester aus Traunwalchen/Bayern, mit dem Bläserensemble Paris-Lodron aus Salzburg sowie auch die vielen Ausflüge in die verschiedensten Regionen des Landes unvergesslich, ja geradezu legendär.

Es ist schön und sehr erfüllend, Teil dieser großartigen Gemeinschaft zu sein.

– Elisabeth Maier-Wimberger

Von 2004 – 2006 war Rosi Moser-Taferner, Chorleiterin, nachdem kein(e) ChorleiterIn gefunden wurde, hat sich die Chorgemeinschaft wieder über einige Jahre unter die bewährte Leitung von Elisabeth Maier – Wimberger begeben. 2010 – 2012 war Dieter Cyran Chorleiter.

Als ich die Chorleitung übernahm, war ich voller Stolz und Tatendrang, wollte alles richtig zu machen und vor allem jedem gerecht zu werden. (Das war mein Los als damals jüngstes Chormitglied.)
Es war eine Zeit voller Erfahrungen, die mich reifen ließen.
Viel Optimismus, Durchhaltevermögen, Fleiß und viel Zeit von meiner Seite waren notwendig um einen so großen Chor in Einklang zu bringen.
Musik hat und wird mich in meinem Leben immer begleiten und ich möchte die Zeit als Chorleiterin nicht missen und denke mit Dankbarkeit und Respekt an diese Zeit zurück.

– Rosemarie Moser


Im September 2012 hat dankenswerterweise Erwin Wieser die Leitung der Chorgemeinschaft Rauris übernommen.

Einige Gedanken zum Singen in der Chorgemeinschaft Rauris

Singen ist Balsam für Körper, Seele und Geist. Es vertieft die Atmung, baut Stresshormone ab, Glückshormone werden ausgeschüttet. Die Beschäftigung mit wertvoller Literatur und der soziale Umgang in einer Gruppe von Gleichgesinnten bereichern das Leben.

Zum Singen bin ich durch meine Mutter gekommen, die seit meiner frühen Kindheit mit mir gesungen hat. In meiner Familie konnte ich das Singen und Musizieren meiner Eltern, meiner Geschwister, Onkeln und Tanten sehr früh erleben. Mein Großvater war mein erster Instrumentallehrer auf der Zither.

Singen und Musizieren hat daher einen großen Stellenwert in meinem Leben und ich habe sehr viel Zeit damit verbracht. Eine besondere Bereicherung ergab sich im Jahr 2012 durch die Übernahme der Leitung der Chorgemeinschaft Rauris.

Ich wurde herzlichst aufgenommen und fühle mich geborgen. Im Kreise der Chormitglieder darf ich zur Freude anderer wie auch zur eigenen Freude kreativ tätig sein.
Gerne werde ich mich mit all meiner Kraft und Freude dafür einsetzen, einen Beitrag zur weiteren gedeihlichen Entwicklung unseres Chores zu leisten.

– Erwin Wieser


Die Chorgemeinschaft Rauris freut sich derzeit über 45 aktive Mitglieder, Gründungsmitglieder gibt es nur mehr zwei, nämlich Katharina Klingler und Sepp Scheibner.

Aufgaben des Chores sind nach wie vor die Gottesdienstgestaltung zu den verschiedenen kirchlichen Festtagen und Anlässen sowie das Anglöckeln in der Adventszeit. Mit dem neuen Chorleiter Erwin Wieser ist es auch wieder möglich geworden, an Konzerten mitzuwirken, bzw. wie nun geplant, auch ein solches zu veranstalten.

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